• 1. Juni 2012NLP Master Testing
  • 13. Juni 2012 18:00Rhetorik-Training
  • 15. Juni 2012NLP Practitioner Testing
  • 15. Juni 2012Lehrgang für Schauspiel-Kompetenz
  • 18. Juni 2012Die Dynamik der Gruppe nutzen
  • 22. Juni 2012 10:00Deeskalierende Körpersprache in Konfliktsituationen
  • 23. Juni 2012Workshop "Gewalt am Arbeitsplatz"
  • 30. Juni 2012 10:00Tag der Kommunikation
  • 2. Juli 2012Zertifizierungswerkstatt WBA
  • 12. Juli 2012LGC Follow up
AEC v1.0.2

Was der Blickkontakt verrät…

Botschaften werden vom Auge weitergegeben, manchmal ganz ohne Worte.
Anaïs Nin

Kulturelle Unterschiede

Im Umgang mit anderen Menschen spielen die Augen eine große Rolle. Wenn sich zwei Menschen in die Augen schauen, bildet sich zwischen ihnen ein hoch emotionales Band. Der Blick wird dabei zur Kommunikationsbrücke. Dauer und Intensität des Blickkontakts variieren jedoch weltweit. Während es im europäischen und US-amerikanischen Raum nicht nur üblich, sonder auch erwünscht ist, sich bei der Begrüßung und während eines Gespräches in die Augen zu schauen, wird ein längerer Blickkontakt in China und Japan als Herausforderung und mangelnder Respekt empfunden. Nur wenn Menschen in China ärgerlich werden, neigen sie dazu, den Blickkontakt zu halten. Ansonsten schauen sie eher woanders hin oder erscheinen ungezwungen. Japanische Gesprächspartner schauen einander ebenfalls eher auf den Hals als ins Gesicht. Im Gegensatz dazu, wird in Italien, der Türkei und Ägypten der anhaltende Blickkontakt als Erweisung von Respekt betrachtet. In Ägypten allerdings nur zwischen Männern.

Blick ins Unterbewusste

Untersuchungen haben erwiesen, dass menschliche Säuglinge bereits ab der 2. Lebenswoche auf Augenkontakt reagieren. Sie zeigen starkes Interesse an runden Augenpunkten, die man paarweise, horizontal an eine Wand projiziert. Sind die Punkte vertikal angeordnet, verschwindet das Interesse plötzlich. (Givens, 2011)

Dieses Interesse am Augenkontakt begleitet uns unser ganzes Leben lang. Der Blick in die Augen unseres Gegenübers kann uns viele non-verbale Informationen liefern, die uns verbal vorenthalten bleiben. Nicht umsonst ist das Sprichwort „Die Augen sind der Spiegel der Seele“ so weit verbreitet. Denn die Bewegungen unserer Augen geschehen fast immer unbewusst. Wir haben darauf keinen Einfluss und nehmen sie auch nicht wahr. Unsere Pupillen weiten sich, wenn wir etwas Erfreuliches sehen oder erleben und verkleinern und verengen sie sich, wenn wir negative Emotionen empfinden. Diese Veränderung wird von unserem Gehirn gesteuert und lässt sich nicht unterdrücken.

In Gesprächen signalisieren uns Augen, ob unser Gegenüber mit der Aufmerksamkeit bei uns ist oder nicht. So sind beispielsweise seitliche Augenbewegungen bei gleichbleibender Kopfhaltung ein gutes Indiz dafür, dass eine Information, die wir gegeben haben, gerade weiterverarbeitet wird. Sie sind ein positives Signal dafür, dass eine Idee oder ein Vorschlag nicht auf taube Ohren gestoßen ist. Diese Bewegung signalisiert eine nonverbale Antwort, oft auf eine verbale Frage. Wird der Blick oder gar der ganze Kopf jedoch abgewandt, so macht das Zweifel oder Ablehnung deutlich.

Weit aufgerissene Augen findet man in Situationen intensiver Wut, Schock, Überraschung und Angst. Aufgerissene Augen werden aus dem Kampf-oder-Flucht Bereich unseres Nervensystems gesteuert. Intensive Emotionen wie Schrecken und Wut zeigen sich zuerst in den Augen, bevor der Körper sich mobilisiert, um zu flüchten oder loszuschlagen.

Wer mit den Händen die Augen bedeckt, verdeutlicht: „Mir gefällt nicht, was ich gerade gehört, gesehen, erlebt habe“.