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  • 13. Juni 2012 18:00Rhetorik-Training
  • 15. Juni 2012NLP Practitioner Testing
  • 15. Juni 2012Lehrgang für Schauspiel-Kompetenz
  • 18. Juni 2012Die Dynamik der Gruppe nutzen
  • 22. Juni 2012 10:00Deeskalierende Körpersprache in Konfliktsituationen
  • 23. Juni 2012Workshop "Gewalt am Arbeitsplatz"
  • 30. Juni 2012 10:00Tag der Kommunikation
  • 2. Juli 2012Zertifizierungswerkstatt WBA
  • 12. Juli 2012LGC Follow up
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Wie unser Reptiliengehirn unsere Instinktreaktionen beeinflusst…

Wie funktioniert das menschliche Gehirn?

Schematisch gesprochen, kann das menschliche Gehirn in drei ineinander verwobene Teile unterschieden werden, deren Entwicklung unsere Evolution widerspiegelt. Der älteste Gehirnteil wird als Stammhirn bezeichnet. Es regelt die primären Lebensfunktionen wie Herzschlag und Atmung. Das Stammhirn wird auch Reptiliengehirn genannt. Es ist für den „Wettbewerb“ im Überlebenskampf zuständig und regelt unsere Angriffs- und Selbstverteidigungsmechanismen.

Im Laufe der Evolution entwickelten sich dann ausgehend von diesem primitiven Basisgehirn neue Hirnteile. Das langsam entstehende Zwischenhirn bot uns klare Überlebensvorteile. Hier sitzt die Basis für unsere Grundgefühle und Emotionen, unsere soziales Verhalten und die Sorge um den Nachwuchs. Im Gegensatz zur Wettbewerbsorientierung des Reptiliengehirns, setzt dieser, auch Säugetiergehirn genannte, Bereich unseres Gehirns auf Kooperation mit anderen. Wir können daher auf Umweltveränderungen angepasster reagieren, als stets gleichartig (aus dem Stammhirn). Durch das Zwischenhirn wurden zwei überlebenswichtige Leistungen gefördert: Lernen und Gedächtnis.

Das Großhirn mit seiner als Neocortex bezeichneten Hirnrinde stellt die jüngste evolutionäre Entwicklung unseres Gehirns dar. Das Großhirn des Menschen, das im Vergleich zu anderen Säugetieren am Größten ist, ist der eigentliche Sitz des rationalen Denkens. Hier ist unser Bewusstsein angesiedelt. All das, was als spezifisch menschlich bezeichnet werden kann, hat der Neokortex mitgebracht: Langfristige Strategien entwerfen, Gefühle über Gefühle haben, Vorstellungen über Kunst, etc.

Eingebettet zwischen diesen Gehirnteilen liegt die Amygdala, bzw. der Mandelkern. Genaugenommen gibt es zwei Amygdali, in jeder Gehirnhälfte jeweils eine. Dieser ca. 2,5 cm große Bereich ist unser emotionaler Wachposten in Gehirn, er kann auch als unser „Feuermelder“ bezeichnet werden.

Das Reptiliengehirn steuert unsere Instinktreaktionen

Äußere Wahrnehmungen werden grundsätzlich als Reiz über unser Nervensystem zum Thalamus, den größten Teil unseres Zwischenhirns gesendet. Dieser übernimmt des facto die Funktion eines Portiers, der alle eingehenden Reize zur weiteren Verarbeitung im Großhirn verteilt. Gleichzeitig sendet der Thalamus die Information auch an die Amygdala, welche die eingehenden Reize nicht nach logisch-analytischen Gesichtspunkten beurteilt, sondern nach somatisch-emotionalen Aspekten bewertet. Je nachdem, wie der Reiz beurteilt wird, aktiviert die Amygdala in Sekundenbruchteilen entweder unsere Frontallappen (Spaß, Freude, intuitive Intelligenz) oder unser Reptiliengehirn (Flucht oder Kampf). Im Notfall folgt eine Stressreaktion im Körper, das Nebennierenmark produziert die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin und es kommt zu archaischen Verhaltensweisen, an denen vorwiegend Stamm- und Zwischenhirn beteiligt sind.

Diese Stressreaktion entsteht dann, wenn beispielsweise das Überleben gesichert werden muss und daher spontane Reaktionen notwendig sind. In solchen Fällen wird das reaktive Verhalten bereits aktiviert, noch bevor über den Neokortex eine bewusste Entscheidung darüber getroffen werden kann. Wir reagieren also instinktiv.

Da wir in unserer heutigen Gesellschaft nur sehr selten wirklichen Gefahren begegnen, sind diese Instinktreaktionen inzwischen etwas verkümmert. Sie zeigen sich jedoch körpersprachlich immer dann, wenn wir mit unvorhergesehenen Reizen konfrontiert werden. Nehmen wir bestimmte Reize aus unserer Umwelt, mit denen wir nicht gerechnet haben, als unangenehm oder neu wahr, aktivieren sich je nach unseren bisherigen Erfahrungen, Charakter und Herkunft des Menschen diese Instinkte.

Siehe auch: Was die linke und die rechte Gehirnhälfte mit unserer Körpersprache zu tun haben